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...übrigens
gewann "Zumpelchen" im Oktober
1997 den 1. Meller Kulturpreis... |
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Meller Kreisblatt,
8. 10. 1997
"Zumpelchen"
eroberte in Melle die Herzen im Sturm - Kulturpreis
von Bürgermeister Stock verliehen -
Der
erste Meller Kulturpreis geht nach Hamburg:
Die Kinder schlossen das "Zumpelchen"
mit seinem roten Haarschopf auf Anhieb ins
Herz, und so ging es auch der Jury beim
Meller Puppenfestival, die Heike Klockmeier
für ihr sympathisches und überzeugendes
Spiel um den rothaarigen kleinen Mäuserich
den ersten Preis zuerkannte. Der erste Meller
Kulturpreis wird nicht der letzte gewesen
sein - das stand nach diesem erfolgreichen
Auftakt fest. Ehe Bürgermeister
Josef Stock am Ende des zweitägigen
Festivals spannte der Erste Stadtrat Dr.
Reinhold Kassing, zugleich Jurymitglied,
noch einmal alle Teilnehmer auf die Folter.
(....) Bei aller Unterschiedlichkeit
der Inszenierungen fiel zuletzt die erste
Wahl doch schließlich sehr deutlich
auf das Figurentheater Ambrella aus Hamburg.
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Die
Geschichte vom Mausekind, das mit seinem
roten Haarschopf so ganz aus dem Rahmen
fällt und am liebsten wie alle anderen
grauen Mäuse sein möchte, war
leicht verständlich und hatte genau
den richtigen Spannungsbogen für das
Kindergartenalter. Die kleinen Zuschauer
rückten der Bühne immer näher
und hätten am liebsten schon gleich
während der Vorstellung hinter die
Kulissen geschaut. Kein Wunder, daß
am Schluß aus dem Publikum gleich
Anfragen kamen, ob denn auch ein Auftritt
im eigenen Kindergarten möglich wäre...
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Neue Osnabrücker
Zeitung, 20. 1. -98
Eine
rote Maus will lieber grau sein - Figurentheater
Ambrella faszinierte -
Eine
unterhaltsame "Katz und Maus"
- Geschichte zeigte Zumpelchen, das rote,
wuschelige Haare auf dem Kopf hat. "Eine
Maus mit roten Haaren - wie komisch, wie
unmäusig", finden die anderen
Mäuse. Und so wünscht sich der
kleine Mäuserich nichts sehnlicher,
als auch eine "ganz normale graue Maus"
zu sein. Um seiner neuen Freundin Pia
zu imponieren, stibitzt "Zumpelchen"
sogar dem bösen Kater von nebenan ein
Stück Emmentaler Schnittkäse.
Natürlich wurde die Maus dabei von
den Kindern kräftig angefeuert. "Da
kommt die Katze", warnten die kleinen
Zuschauer das Mäusekind noch, doch
da war es schon zu spät: Kater Scharfauge
hatte den roten Wuschelkopf schon längst
entdeckt. Weil er jedoch so besonders ist,
läßt der Kater die Maus laufen.
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Doch
"Zumpelchen" ist darüber
gar nicht froh - im Gegenteil, die anderen
verspotten ihn weiter. "Das ist doch
gar keine richtige Maus, die dem Kater auf
der Nase rumtanzt", finden sie. In
seiner Verzweiflung läuft der Mäusejunge
zu Scharfauges Frauchen und läßt
sich von ihr den Kopf kahl scheren. Schnipp,
schnapp ab sind die roten Haare. Weil auch
die Katzenbesitzerin ein offensichtliches
Haarproblem hatte, wollte ein Kind wissen:
"Wie lange dauert es, bis Du mit Deinen
Haaren fertig bist?" Pech nur für
"Zumpelchen", daß Scharfauge
ihn aufgrund seiner fehlenden Haarpracht
nicht mehr erkennt und fressen will. Die
Maus entkommt ihm gerade noch um Schwanzesbreite.
Da erst erkennt "Zumpelchen",
daß seine Haare doch etwas Außergewöhnliches
waren. "Na ja, die wachsen ja wieder",
tröstet ihn seine Mutter. Heike Klockmeier
gelang es auf eindrucksvolle Weise, die
Kinder zu begeistern, zu unterhalten und
gleichzeitig zum Nachdenken über das
Anderssein anzuregen. 50 Minuten voller
Spannung und Witz. |
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Die
Norddeutsche, 5. 12. 2000
Maus
lässt sich Glatze schneiden - Puppentheater
zeigte lustige Katz- und Mausgeschichte
für Kinder -
Vegesack.
"Seid doch endlich still!" fordern
sich die kleinen Gäste gegenseitig
auf, als das Licht im Saal des Bürgerhauses
Vegesack erlischt. Ihre Aufmerksamkeit gilt
der bunten Kulisse des Figurentheaters "Ambrella".
Auf Kissen sitzend, machen es sich die Kleinen
so richtig gemütlich und erwarten mit
großer Vorfreude den Titelhelden "Zumpelchen".
Nach dem gleichnamigen Kinderbuch präsentiert
Heike Klockmeier mit Witz und Eifer die
amüsante Katz- und Mausgeschichte für
Kinder ab vier Jahren. Zumpelchen,
ein kleiner Mäuserich, ist mit Mama-Maus
neu in der Stadt, genauer gesagt, in der
dritten Wurzel links. Zumpelchen sieht nicht
gerade wie eine gewöhnliche graue Maus
aus: er hat nämlich rote, wuschelige
Haare und ist darüber gar nicht glücklich.
Schnell lernt er Pia Schnipowski kennen,
ein Mäusemädchen aus der Nachbarschaft.
Um ihr zu imponieren, prahlt Zumpelchen
damit, überhaupt keine Angst vor dem
Kater Schlafauge zu haben. Derweil liegt
ein unwiderstehlicher Geruch von frischem
Emmentaler in der Luft. Nur zu dumm, dass
dieser dem Kater gehört, für den
Rotschopf allerdings eine Möglichkeit,
seinen Mut unter Beweis zu stellen. Er stibitzt
erfolgreich ein Stück Käse und
schenkt es seiner neuen Flamme. "Das
hätte ich ja nicht gemacht", ruft
ein Junge aus dem Publikum. |
Irgendwie hat er da auch Recht gehabt,
denn nun hat Zumpelchen ebenfalls das Bedürfnis
nach einem saftigen Emmentaler. Währenddessen
wundert sich Kater Schlafauge über
seine verschwundene Mahlzeit. "Die
Mäuse waren das, die musst du fressen",
ertönt es lautstark aus den ersten
Reihen. Der Kater ist allerdings zu faul,
den Wünschen der kleinen Gäste
zu folgen und legt sich lieber schlafen.
Das ist die Gelegenheit für das hungrige
Zumpelchen. Langsam schleicht es sich an
Schlafauge heran. Dieses Mal fängt
der Kater den "Erdbeerwuschel",
ist aber von seiner außergewöhnlichen
Haarfarbe so fasziniert, dass er ihn wieder
frei lässt. Großzügig schenkt
er ihm ein weiteres Stück Käse.
Voller Freude läuft der Mäuserich
zu Pia, wird aber unglücklicherweise
von ihrer Mutter empfangen. Diese macht
ihm deutlich, dass er unerwünscht ist.
Traurig und alleine sitzt der Mäuserich
vor seinem Käse. Er möchte wie
eine richtige graue Maus aussehen. Jetzt
ist die Mithilfe der Kinder gefragt. "Lass
dir doch die Haare abschneiden oder färb
sie dir", ist prompt vorgeschlagen.
Ohne lange zu überlegen, lässt
sich Zumpelchen eine Glatze schneiden. Eine
fatale Entscheidung, denn Kater Schlafauge
erkennt ihn nicht mehr. Nur knapp kann der
Mäuserich den scharfen Krallen des
Katers entkommen. Zur Freude der Kinder
zeigt Pias Mutter daraufhin Erbarmen und
gestattet ihrer Mäusetochter das kranke
Zumpelchen zu besuchen. Von nun an sind
die beiden unzertrennlich und... wenn sie
nicht gestorben sind, dann leben sie noch
heute. Nico Wodrich
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